Die meisten Menschen dürften von der Ölpest in China nicht viel mitbekommen haben, weil die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Medienwelt beschäftigt.
Dabei ist am 16. Juli 2010 in der chinesischen Stadt Dalian nach einer schweren Explosion eine Öl Pipeline zerrissen. Von offizieller Seite wurde nun verkündet, dass die Ölpest unter Kontrolle ist. In den Medien war die Rede von 1500 Tonnen Öl die ins Meer gelaufen sind und der entstandene Ölteppich soll weitestgehend beseitigt worden sein.
Diese Zahlen machten die Umweltorganisation Greenpeace stutzig und statt den Zahlen der Behörden zu vertrauen schickten Sie einen Experten nach China, der die Ölkatastrophe einschätzen sollte.
Also machte sich der US Experte Rick Steiner auf den Weg nach China, der mit seiner langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet von Ölkatstrophen die Lage vor Ort einschätzen sollte. Er kam zu dem Ergebnis, dass mindestens 60.000 Tonnen Öl in Meer gelaufen sein müssen. Dieser Wert übertrifft die Angaben von den Behörden um das Vierzigfache.
Steiner sagte der britischen BBC, dass es sich um die größte Ölkatastrophe Chinas handelt.
Natürlich ist das Ausmaß der Ölpest in China nicht mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vergleichbar, dennoch sind die Folgen für Mensch und Natur enorm. Greenpeace geht davon aus, dass die Umweltschäden noch 30 Jahre zu spüren werden sein. Die Säuberungen werden entgegen den offiziellen Bekanntmachungen noch lange andauern.
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