Am 20. April 2010 kam es im Golf von Mexiko auf der von der britischen Firma BP betriebenen Ölplattform „Deepwater Horizon“ zu einer Explosion bei der 11 Menschen den Tod fanden. Im Anschluss an die Explosion sank die Ölplattform und riss dabei ein Loch in eine unterseeische Bohrleitung. Was dann folgte sollte als die größte Ölkatastrophe in die US-Geschichte eingehen. Von April bis August flossen 660.000 Tonnen Erdöl – das entspricht mehreren Millionen Litern – in den Golf von Mexiko und verpesteten große Gebiete des empfindlichen Ökosystems.

BP sieht sich seither einer wahren Flut von Schadensersatzklagen gegenübergestellt.  In einem internen Bericht weist der Konzern die alleinige Schuld an dem Unglück jedoch von sich. In dem Bericht heißt es: „Die Tragödie der Macondo-Quelle wurde nicht von einem einzigen Faktor ausgelöst. Vielmehr führte ein reihenweises Versagen mehrerer Parteien zu der Explosion und dem Brand, die elf Menschen töteten und ausgedehnte Verschmutzung im Golf von Mexiko auslösten.“ Schuld an dem Unglück sei demnach eine Verkettung unglücklicher Ereignisse, die „technisches Versagen, menschliche Urteile, die Konstruktion“ und eine fehlerhafte Kommunikation beinhaltet.

Der Bericht und die Ergebnisse einer internen Untersuchung von BP werden ausschlaggebend für die zukünftige Verteidigungsstrategie des Konzerns sein.