Ist die von BP geplante finale Operation „Bottom Kill“ nun doch nicht mehr nötig? – BP prüft, ob das vorangegangene Abdichten mit Zement das Bohrloch bereits endgültig versiegelt hat

Mit der Operation „Bottom Kill“ wollte der britische Ölkonzern BP das Kapitel, um den größten Ölunfall in der Geschichte endlich schließen. Seit Mitte April bereits kämpft BP gegen in den Golf von Mexiko strömende Ölmengen. Nach einer Explosion auf der von BP betriebenen Ölplattform „Deepwater Horizon“, sank diese und riss in 4000 Metern Tiefe ein großes Loch in eine Ölleitung, aus dem in den folgenden Monaten über 660.000 Tonnen Rohöl in den Golf von Mexiko flossen. Erst vergangenen Freitag konnte das Loch in der Operation „Top Kill“ von oben mit Zement verstopft werden, sodass vorerst erstmals kein Öl mehr ins Meer gelangen konnte. Im Zuge der Operation „Bottom Kill“ sollte das Ölleck zusätzlich noch direkt an der Quelle abgedichtet werden. Bereits seit Monaten laufen hierfür Bohrungen. Nun erscheint es jedoch möglich, dass ganz auf die zusätzliche Versiegelung verzichtet werden kann, zumindest prüft BP gerade, ob die Operation „Top Kill“ bereits so erfolgreich war, dass ein erneutes Austreten von Rohöl ausgeschlossen werden kann.

Quellen:

http://derstandard.at/1280984601720/BP-verzichtet-womoeglich-auf-Aktion-Bottom-Kill

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,711627,00.html

http://www.n-tv.de/panorama/Noch-keine-Final-Entscheidung-article1266396.html