Herzlich Willkommen auf www.oelkatastrophe.net – Der Informationsseite zum Thema Ölkatastrophe
Auf diesen Seiten erhalten Sie übersichtliche Informationen über Katastrophen in der Geschichte der Erdölförderung, ökonomische Folgen und die ökologischen Auswirkungen. Außerdem fassen wir die theoretischen Maßnahmen zur Bekämpfung einer Ölkatastrophe zusammen und erläutern, welche Methoden sinnvoll und realistisch sind, und warum andere wiederum nicht umsetzbar sind.
Die Hintergründe: Chronik der Ölkatastrophen
Die Geschichte der Förderung von Öl im industriellen Maßstab begann etwa in den 1880er Jahren, als in den jungen Vereinigten Staaten zahlreiche Gebiete mit reichhaltigen Ölquellen von Pionieren erschlossen und für die Gewinnung von Energie genutzt wurden. Gleichzeitig entwickelten visionäre Köpfe das Grundprinzip der Dampfmaschine weiter und machten damit den Transport und die Weiterverarbeitung des Öls erforderlich. Es entstanden weitgestreckte Eisenbahnnetze und Raffinerien.
Etwa zur Jahrhundertwende ergaben sich daraus die ersten größeren Ölhavarien: Hatte man bis dahin in erster Linie mit Bränden an Ölquellen zu kämpfen, führten die Transporte im wachsenden Maße zu höheren Risiken: Schließlich war man im Umgang mit dem gefährlichen Rohöl noch unerfahren, die Technologien zur Beherrschung des Energielieferanten noch in den Kinderschuhen.
So kam es bereits 1910 zum ersten großen Blowout beim sogenannten Lakeview Gusher in Kalifornien: Rund 1.230.000 Barrel Öl traten aus dem Bohrloch, bevor man dieses ganze 18 Monate später wieder verschließen konnte – damals wurde Schlimmeres vor allem dadurch verhindert, dass man das Öl mit Sperren und in Auffangbecken zurückhalten konnte. Doch noch heute kann man die dicken Teerschichten in Lakeview deutlich sehen. Den Ort dieser geradezu historischen Verseuchung markiert der Gedenkstein California Historical Landmark number 485.
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Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, hervorgerufen durch unsachgemäßen Bohrarbeiten, versäumte Sicherheitsmaßnahmen und schließlich die Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“, unterstreicht die Geschichte der Ölkatastrophen eindrucksvoll ihr trauriges hundertjähriges Jubiläum: mit weit über anderthalb Millionen Barrel Rohöl übertrifft die Ölpest im Golf von Mexiko alle bisherigen Havarien bei weitem und droht, die gesamte Golfregion für Jahrhunderte regelrecht zu verwüsten.
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Maßnahmen im Fall einer Ölkatastrophe
Dass dabei einige mehr oder weniger wirkungsvolle Sofortmaßnahmen im Falle einer Ölkatastrophe zur Verfügung stehen, ist nur ein geringer Schutz gegen die immensen ökologischen Auswirkungen einer Ölhavarie: Schließlich ist der Kreislauf des Öls in der freien Natur bisher nur im Ansatz erforscht und die bisherigen Ergebnisse lassen die Hoffnungen schwinden. Denn Öl ist trotz der bisweilen erstaunlichen regenerativen Fähigkeiten der Natur ein hochgefährliches Umweltgift, eine Freisetzung im derart großen Maßstab führt zwangsläufig zu einer Katastrophe, die irraperable Schäden nach sich zieht.

